Impuls Mai `20 | Leben in trockenen Zeiten | Pr. Michael Taeger

Während ich diesen Impuls schreibe, regnet es zum ersten Mal seit Wochen. Wie wunderbar und notwendig! Unser Land braucht Regen, der Wald, die Landwirtschaft, … und auch unser Garten. Anhaltende Trockenheit fügt uns zunehmenden Schaden in der Natur zu. Erst sind es nur oberflächliche Veränderungen wie dürres Gras. Dann aber sehen wir Schäden in der Landwirtschaft und auch im Wald wird deutlich erkennbar, dass das lebensspendende Wasser fehlt. Das Wachstum ist gestört und viele Pflanzen werden anfälliger für Schädlinge Eine weitere tragische Folge der Dürrheit ist die Verhärtung des Bodens, der die Aufnahme den ersehnten Niederschlags dann erschwert.
Können wir das auf geistliches Leben übertragen? Kennst du solche Phasen, in denen du wenig Gelegenheit findest um geistlich aufzutanken? Diese Situation entsteht, wenn unsere „Normalität“ gestört ist. Unser derzeitiges Gemeindeleben ist durch Corona sehr durcheinander geraten: keine Gottesdienste, keine Hauskreise oder andere Kleingruppen; auch gewöhnliche Treffen mit Freunden sind kaum möglich. Wo eine Begegnung stattfindet, da ist sie distanziert, eigentlich nur körperlich, oft entsteht aber dadurch auch eine innere Ferne.
Die entstandenen Angebote online sind zwar gute „Bewässerungen“, aber kein flächendeckendes, tiefgehendes geistliches Durchdringen. Wir brauchen mehr! Wir können es nicht regnen lassen. Deshalb, was tun in dieser Not? Der Herr verspricht seinem Volk:

„Ja, ich will in der Wüste Quellen entspringen lassen,
damit mein auserwähltes Volk sich erfrischen kann.“
Jesaja 43, 20


Gott kann ungeahnte Quellen entstehen lassen um uns zu tränken und zu erfrischen. Vielleicht können wir gerade jetzt in der „Wüste“ der Isolation neue Zugänge zu Gott finden. Vielleicht suchen wir tiefer im Gebet, tauchen intensiver in das Wort Gottes ein, lassen uns von Lobpreis durchdringen. Sprechen wir auf allen möglichen Wegen mit unseren Geschwistern über und mit Gott. Bleibt dran an Gott, es wird euch zum Besten dienen (Römer 8, 28)!

Ich segne euch, liebe Geschwister, mit der Nähe Gottes, seinem Trost und Beistand durch seinen Geist!

Herzliche Grüße, euer
Michael Taeger

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